Auf dieser Seite möchten wir Ihnen laufend
einen kleinen Einblick in die aktuellen Restaurationsarbeiten geben.
Restauration
Condor A680 1942

Condor A680, Armeemaschine von 1942, Universal-Motor 680cc V-Twin,
ausgerüstet mit Scintilla Elektrik und OBA Vergaser. Diese Maschine wird von
uns momentan komplett restauriert.
Gebaut wurden diese A680 Maschinen im Condor Werk in Courvaifre/JU wie auch
im Universal Werk in Oberrieden/ZH im Auftrag der Schweizer Armee. Condor
Lieferte das Getriebe und die Räder, Universal baute den robusten V- Twin
Motor. Die anderen Teile wie Rahmen, Tank, Schutzbleche und weitere
Kleinteile wurden vermutlich in beiden Werken gefertigt. Montiert wurden die
Motorräder ebenfalls in beiden Werken, deshalb gab es den Condor A680 und
den Universal A680 in Baugleicher Ausführung. Diese Maschinen wurden auch
Privaten Käufer angeboten, zum Preis von 2'542 Franken (Condor), ohne
Zubehör. Von diesem Condor Motorrad wurden 1109 Stück gebaut, von 1942-1946.

Der Gesamtzustand der Maschine entspricht nicht ganz meinen Vorstellungen,
die Lackierung und auch die Mängel an der Technik will ich verbessern. Ziel
ist es, diese rare Condor wieder technisch und Optisch sauber Aufzubauen.
Eine große Zerlegung war also angesagt, hier das Resultat nach rund 6
Stunden Arbeit.

Der Universal A680 Motor wird nun zerlegt und das nötige wird Überholt.

Der Rahmen ist mittlerweile frisch Lackiert. Wir haben uns für den Armeelack
Schattenschwarz KTA 121 entschieden, Armeemaschinen waren zu jener Zeit
häufig in diesem Farbton anzutreffen.

Der Motor wurde zerlegt, gereinigt und abgedichtet. Die Zylinderlaufbahnen
haben wir etwas Feingehont, die Ventile frisch eingeschliffen. Ansonsten ist
der Motor in einem sehr gutem Zustand und es waren keine weiteren
Revisionsarbeiten Notwendig.

Der Motor und das Getriebe ist nun wieder im Rahmen Eingebaut. Das Getriebe
wurde geöffnet, gereinigt und neu abgedichtet, der Zustand des 4- Gang
Condor Getriebe erwies sich als sehr gut.

Als nächstes folgte der Einbau des Primärantriebes und der Kupplung. Auch
diese Bauteile sind recht gut erhalten.

Die Komplettierung der Maschine schreitet voran, Kotflügel und die Räder
sind nun neu lackiert und wieder montiert.

Die Räder sind neu gelagert, neu Bereift und mit neuen Bremsen Bestückt.

Die Maschine ist neu Verdrahtet, die Seilzüge sind neu angefertigt und
montiert. Auch der Vergaser ist überholt und sitzt wieder an seinem Platz.

Mechanikerin Jasmin hilft gerne in der Werkstatt mit.

Die Auspuffanlage ist montiert, bald ist die Maschine Startklar.

Die Condor A680 ist beinahe komplett zusammengebaut, einige Kleinigkeiten
fehlen noch. In kürze folgt die erste Probefahrt mit der 69 jährigen
Armee-Maschine.

Die Condor nach den ersten Probefahrten.

Bereit für die MFK!
Restauration
Ford Modell T 1924
Im September 2008 hat Rolf Hadorn einen zerlegten Ford
T Tudor von 1924 gekauft. Hier können Sie die laufenden
Restaurationsarbeiten des Wagens verfolgen.

Die Karosserie ist soweit Restauriert, ich konnte den
Wagen so im zerlegten Zustand kaufen. Der Ford T war das erste am Fliessband
Hergestellte Auto, es gab ihn in vielen Varianten vom Cabriolet über Coupé
bis hin zu den geschlossenen Limousinen. Dieses Modell ist ein 2 Türiger
Tudor mit 4 Sitzplätzen. Gebaut wurde der Ford T rund 15
Millionen mal von 1908-1927. In diesem Jahr gab es Weltweit zahlreiche
Events zum 100 Jahr Jubiläum des Ford T.

Zur Karosserie des Ford T brauchen wir noch neue
Scheiben, alle Interieur Panels sowie eine neue Dachhaut samt Himmel.
Die Karosserie ist komplett aus Holz gefertigt, die
Aussenhaut ist mit Blech eingefasst. Die Holzräder werden derzeit neu
aufgefrischt und erhalten neue Felgen und Zeitgemässe Bereifung.

Hier haben wir bereits die Vorderachse demontiert,
diese muss total überholt werden. Alle Buchsen sind verschlissen, zum Glück
ist die Ersatzteilversorgung gut.

Auch die Hinterachse muss noch total überholt werden.
Die Hinterräder erhalten auch gleich neue Trommelbremsen.
Der Antrieb erfolgt mit einem Zweigang
Planetengetriebe über eine Kardanwelle. Alle Gänge samt Rückwärtsgang werden
mit Fusspedalen gewählt, die Gaszufuhr sowie die Zündeinstellung werden
mittels Handhebel am Steuerstock geregelt.
Gebremst wird direkt über die Kardanwelle mittel
Bremsband im Getriebe. Unabhängig davon können die Hinterräder mit
Trommelbremsen gedrosselt werden, über einen Handbremshebel und Gestänge.
Die Bremsen funktionieren rein Mechanisch, an den Vorderrädern gibt es keine
Bremsen.

Hier ein Einblick in die überholten Brennräume des 2,9
Liter 4 Zyl. Motors. Die Zylinderbohrungen sind aufgebohrt und mit
neuen Kolben Bestückt. Im Keller übernehmen die neuen Lager auf der
geschliffenen Kurbelwelle bald ihre Arbeit. Die Gemischverteilung übernehmen
die neuen Ventile, welche von einer überholten Nockenwelle angesteuert
werden. Die Ventile können nun Dank den umgebauten Stössel Bequem
eingestellt werden.

Der Seitengesteuerte Motor ist komplett revidiert,
teilweise wurden auch Modifikationen vorgenommen. Neu wird das Kühlwasser
über eine Pumpe statt im Thermosyphonsystem umgewälzt. Neu kommt auch ein
modernes Zündsystem zum Einsatz. Natürlich ist auch das Getriebe komplett
revidiert.

Die Restauration des Interieurs wird noch viel Arbeit
geben, es ist jedoch relativ einfach aufgebaut. Auch der fehlende Holzboden
muss noch angefertigt werden.

Als nächstes haben wir uns die Räder vorgenommen. Die
Holzspeichen habe ich aufwändig mittels Nylontopfbürste gereinigt, das Holz
ist Kerngesund. Nun folgt der Neuaufbau der Lackierung.

Die Naben sowie die Radreifen erhielten neuen Glanz
mit Metalllack, die Holzspeichen habe ich mit Tiefengrund zwei mal
vorbehandelt. Anschliessend habe ich die Speichen zwei mal mit einem klaren
Bootslack überzogen. Somit ist das Holz zukünftig für sämtliche
Witterungseinflüsse ausreichend geschützt.

Hier eines der fertigen Räder komplett zusammengebaut.
Die Felgen sind Neuteile aus Nachbauproduktion, die alten Felgen waren nicht
mehr zu retten. Es kommen auch neue Nabendeckel zum Einsatz. Die vorhandene,
gute Good-Year Bereifung konnte mit neuen Schläuchen und "Flaps" montiert
werden.
Es fehlte nur noch ein gutes Reserverad, wir wurden am
OTM Langenthal vom 06.12.2008 fündig und konnten gleich zwei gute Räder
Preiswert ergattern.

Mittlerweile ist auch der revidierte Kühler
eingetroffen. Ich wollte auf keinen Fall ein Risiko eingehen was die Kühlung
Betrifft, deshalb habe ich dem Kühler ein neues Element spendiert.

Im Heizungsraum hängen die frisch Lackierten
Anbauteile zum trocknen. Die bereits ausgeführten Lackierarbeiten an den
Achsen waren für mich nicht zufriedenstellend, deshalb habe ich nochmals
alle Teile Blankgebürstet und neu Lackiert.

Die Hinterachse habe ich nun auch zerlegt und neu
Lackiert. Bei dieser Gelegenheit bekommt die Achse auch gleich neue Lager.

Hier zum Vergleich, links ein neues, rechts ein altes
Achslager mit Laufbuchse.

Das ausgebaute Ford T Differenzial vor der Revision.
Wie immer kann man eine solche Restauration nicht ohne
Hilfe von Familie und Kumpels Bewältigen. Ein Dankeschön geht an meine
Familie, Ehefrau Sandra und Tochter Jasmin, die viele Stunden ohne Mann und
Papa verbringen und oft zu einen netten Besuch in die Werkstatt kommen. Auch
Investiert mein Vater Hans Hadorn wieder enorm viel Zeit in dieses Projekt,
er übernimmt wiederum alle kniffligen Aufgaben im Bereich Carrossrieaufbau.
Zu erwähnen ist auch mein Spezialist in Sachen Ersatzteilbeschaffung, P.
Brönnimann, Antique Auto Parts aus Thunstetten. Er besorgt ab USA alle
Ersatzteile die ich brauche und steht immer mit guten Tipps und Tricks zur
Verfügung. Allen Beteiligten an dieser Restauration herzlichen Dank.
Unsere Tochter Jasmin hat wahrlich auch Freude am Ford
T.

Zwischenzeitlich habe ich den Vergaser zerlegt, es war
eine wahre Zangengeburt, bis alle Schrauben und Düsen gelöst waren ohne
etwas zu vermurksen. Das Bild zeigt den einfachen Aufbau des Holley NH
Vergaser. Der Vergaser wird mit Neuteilen revidiert, alle Verschleissteile
werden ersetzt. Für den sauberen Motorlauf und normalen Kraftstoffverbrauch
ist eine seriöse Revision an diesem Bauteil enorm wichtig.

Hier die Grundierten Fensterführungen und Leisten des
Ford T. Wiederum wurden alle Teile mit der Zopfdrahtbürste am
Winkelschleifer Blankgebürstet, entfettet und anschliessend Grundiert.

Hier sehen Sie die neu überzogene Rücksitzbank, welche
neu in das Heck des Ford T eingepasst werden musste. Alle fehlenden Leisten,
Befestigungsteile und Panels hat Hans Hadorn neu angefertigt.

Es ist sehr ratsam, alle Panelteile sauber einzupassen
und zu Befestigen, bevor der Stoffüberzug drauf kommt. Von der Herstellung
der Panels und Formteile bis hin zum einfassen des ganzen Interieur mit
Stoff machen wir alles selber. Das haben wir zwar bis anhin noch nie selber
gemacht, sehen aber bei dieser Arbeit ausser viel Geduld keine grösseren
Probleme.

Die Neuteile für den Vergaser sind eingetroffen, der
Holley Vergaser kann nun wieder zusammengebaut werden.

Inzwischen sind die Auspuff und Ansaugkollektoren
wieder montiert, auch der revidierte Vergaser ist wieder an seinem Platz.

Die revidierten Achsen sind wieder montiert. Die Räder
laufen natürlich auf neuen Lagern.

Die Carrosserie ist nun soweit fertig, alle neu
angefertigten Scheiben sind eingebaut. Die Lederne Dachhaut fehlt noch,
diese kommt zuletzt drauf.

Inzwischen ist der Motor wieder eingebaut, der Kühler
sowie die Haube müssen nun noch angepasst werden.

Der Ford T nimmt langsam wieder Formen an, nun ist
auch das revidierte Lenkgetriebe wieder an seinem Platz.

Alle Buchsen und Spurstangenköpfe sowie die
Federbrücken an der Vorderachse sind neu.

Vor der Endmontage des Wagens müssen erst noch neue
Bodenbretter rein. Hans Hadorn fertigt diese selber an. Wir haben und für
verleimte Hartholzplatten entschieden, diese sind sehr Beständig und gut zum
verarbeiten.

Mittlerweile sind die Trittbretter sowie die unteren
Blechteile angepasst und montiert. Wir konnten längere Zeit nicht arbeiten
am Wagen, trotzdem schreitet die Restauration gut voran. Die ersten
Starversuche des Motors waren positiv, der revidierte Motor läuft wunderbar.

Die Frontpartie des Wagens ist nahezu fertig, der
Kühlergrill muss noch etwas aufgefrischt werden. Die Scheinwerfer sind neu,
einzig die Halterungen mussten von den alten Scheinwerfer auf die neuen
Umgebaut werden.

Nun haben wir Begonnen, die Innenausstattung des
Wagens aufzubauen. Dieses Bild zeigt das Panel der Fahrertüre.

Inzwischen wurde aus den USA eine neue, "rohe" Motorhaube Beschafft, da
die alte Haube verformt und mit Spachtel verbastelt war. Die neue,
nachgefertigte Haube passte nach einigen Spenglerarbeiten Einwandfrei.
Vorbereitet und Lackiert habe ich die Haube anschliessend selber.

Die Kühlermaske wurde noch Bestmöglich aufgearbeitet und neu verchromt.
Die Karosseriearbeiten sind nun definitiv fertig und wir machen nun den
Innenausbau fertig.

Die Innenausstattung ist nun nahezu fertig, die Sitze sind neu überzogen.

Hier sehen Sie das Resultat der selbst angefertigten Panelteilen und des
neuen Dachhimmels. Die Innenausstattung ist uns im Zeitgemäßem Stil
gelungen.

Auch das schlicht gehaltene Armaturenbrett ist fertig.

Mittlerweile konnten wir auch die neue Dachhaut aus Kunstleder aufziehen.
Somit ist der Wagen auch mehr oder weniger Regenwettertauglich.

Die ersten Probefahrten mit dem Ford T konnten Problemlos absolviert
werden.

Nach fast genau 2 Jahren Restaurationszeit präsentiert sich der Ford T in
altem Glanz.
Traktoren und
Landmaschinen
