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Auf dieser Seite möchten wir Ihnen laufend einen kleinen Einblick in die aktuellen Restaurationsarbeiten geben.

Restauration Bührer OP17 1971

Im November 2015 haben wir unseren Bührer OP 17 zwecks grösserer Überholung und Neulackierung in die Werkstatt genommen.

Der Traktor wird soweit wie nötig zerlegt und die Schadhaften Teile überholt oder ersetzt.

Dieser Bührer OP 17 hat das 15 Gang Tractospeed Getriebe und einen Perkins AD 4.203 Motor.

Die Vorderachse wurde komplett überholt, der Zentralbolzen ist neu ausgebüchst und die Achsschenkel sind auch neu gebüchst und mit neuen Achsen wieder montiert. Die entsprechenden Teile erhält man Problemlos bei den Bekannten Bührer Servicestationen. Das Chassis ist nun weitgehend gereinigt, geschliffen und enfettet. Vorgängig wurden noch die Getriebeöle ersetzt

Jasmin beim abdecken der Radbolzen, natürlich mit entsprechendem Outfit.

Nach den letzen Reinigungen, Schleifarbeiten und Kontrollen ging es zügig weiter. Das Chassis wurde nach der Primer / Rostschutz Grundierung sofort mit dem Decklack Nass in Nass gespritzt.

Für jede Fahrzeug Lackierung verwenden wir ausschließlich Grundierungen und Decklacke im 2 Komponenten System. Die Lacke sind gut zum Verarbeiten, weisen einen schönen Glanz auf und sind sehr schnell trocken. Die 2 K Farbe ist Resistent gegen Öle und Treibstoffe, sehr dauerhaft mit hohem Haftvermögen und Polierbar. Jede erdenkliche Farbkombination kann im Farbladen nach Rezept oder Muster gemischt werden. Wie in diesem Fall, dem "Bührer" Grün.

  

Anfang Januar 2016 ging es weiter mit der Montage der einzelnen Motorkomponenten.

Jedes Teil wird vor der Montage von Hand gebürstet oder im Ultraschallbad gereinigt und geprüft. Die Kraftstofffilter-Patronen sind neu, den Ölfilter habe ich vom Patronenfilter auf Schraubfilter umgebaut. Originalteile für den Perkins Motor sind Problemlos erhältlich. Die Benötigten Teile habe ich direkt aus England Bezogen.

Die Kühlanlage ist überholt und mit neuen Schläuchen und Thermostat montiert.

Der Innenbeschichtete und neu lackierter Dieseltank sitzt wieder an seinem Platz. 

Die vier Felgen wurden von den Pneus Befreit und blank gereinigt, die Neulackierung ist angebracht. Die hintere Bereifung wird erneuert, vorne kommen die vorhandenen, neuwertigen Reifen wieder zum Einsatz.

Ende Januar 2016 nimmt der Bührer nach und nach wieder Formen an. 

Die neu Bereiften Hinterräder sind wieder montiert.

Der Bührer ist wieder Rollbar.

Anfang Februar 2016 folgte der Einbau der Armaturen. Ganz Original kriegen wir das nicht mehr hin, das defekte VDO Bührer Traktormeter musste einer neuen, kompatiblem Stundenuhr weichen. Das Thermometer ist ebenfalls eine Zeitgemässe Nachfertigung. Die 100% Funktionalität für den späteren Gebrauch des Traktores steht im Vordergrund.

Endspurt der Restauration. Die gesamte Elektrik ist neu gemacht. Die Originale Lucas Lichtmaschine samt Regler hatten starken Verschleiss und funktionierten nicht mehr richtig. Es kommt nun ein neuer Alternator mit integrierter Laderegelung zum Eisatz. Das System ist nun mit Öl und Diesel Befüllt, der erste Probelauf ist positiv verlaufen.

Der Bührer ist Mitte Februar 2016 fast fertig Überholt. Einige Kleinigkeiten sind noch zu erledigen.

Die Herrichtung der Blechteile hielt sich in Grenzen, der grösste Arbeitsaufwand lag bei der Reparatur der durchgerosteten hinteren Kotflügel. Der linke Flügel musste mit neuen Streben komplett Saniert werden. Hans Hadorn hat sich in den letzten Wochen allen Blechteilen angenommen, diese repariert, ausgebeult und lackiert.

Einige Stunden Arbeit gab noch das richten und polieren der Zierteile, die Alustäbe am Frontgitter sind neu.

Im Moment werden noch die Arme und Oberlenker der Heckhydraulik aufgearbeitet. Die Stecknagel-Löcher am Zugmaul waren ausgeschlagen und mussten auf 30mm ausgerieben werden, es kommt nun ein neuer Übermass Stecknagel zum Einsatz.

Die Heck-Hydraulik ist überholt und montiert.

Der Bührer ist fertig restauriert und bereit für die MFK Prüfung.

Die MFK des Bührer ging am 21.03.16 Problemlos über die Bühne, die Restauration ist erfolgreich Beendet.

Restauration OPEL Kapitän 1949

Seit Juli 2014 haben wir ein neues Projekt in Arbeit, einen Opel Kapitän Baujahr 1949. Der Wagen wurde 1949 von einem Opel Händler in Passau / DE  ausgeliefert, irgendwann gelangte der Wagen dann in die Tschechei. Opel hat 1949 7´820 Stück des Kapitän "47" gebaut. Insgesamt wurden von 1947 bis zum Modellwechsel 1950 12´936 Kapitäne gebaut. Der Neupreis Betrug damals 9´950 DM.

Anfang der 80er Jahren gelangte dieser Opel Kapitän in die Schweiz. Ein Mitarbeiter einer Egnacher Opel Garage führte den Wagen auf eigener Achse in die Schweiz. Nach dem Verzollen wurde der Wagen dann an einen Privatmann verkauft.

Der Wagen wurde dann in den folgenden Jahren Schritt für Schritt restauriert. Insbesondere die Karosserie hat eine gründliche Reparatur genossen, dann blieb das Projekt wieder einige Jahre stehen. Der Weg den Wagen wieder auf die Strasse zu bringen war wohl zu steinig. Wir konnten dann den Wagen übernehmen und setzen nun alles daran, den Wagen wieder in den Originalzustand zu versetzen. Leider sind viele Teile in all den Jahren verloren gegangen, wir konzentrieren uns nun auf dessen Beschaffung in ganz Europa.

Bevor es losgeht mit der Restauration habe ich wie immer zuerst die nötigen Bücher und Prospekte Beschafft. In diesem Fall kann ich komplett auf Originale und gut erhaltene Bücher zurück greifen.

Der Aufbau des Chrom-Zierrat war aufwändig und Zeitintensiv. Die Alu-Teile wurden gerichtet, geschliffen und poliert.Zudem mussten fast alle Befestigungschrauben ersetzt werden. Die schmalen Leisten wurden aus neuen Profilen angefertigt, dazu wurde zuerst eine Lehre zum Biegen der Stäbe Hergestellt.

Zwischenzeitlich wurden auch alle mechanischen Bauteile geprüft und wo nötig repariert. Das Kupplungs-Drucklager wurde ersetzt, die Oelwanne kam runter und so konnte der Kurbeltrieb und die Nockenwelle geprüft werden. Die Ölpumpe wurde demontiert und gesäubert, der Motor ist einen guten Zustand. Das Getriebe und die Kardanwelle wurde auch ausgebaut und nach positiver Prüfung wieder mit neuen Dichtungen montiert. Die Gummigelagerte Motoraufhängung wurde komplett ersetzt. Die Bremsen waren bereits überholt, aber durch die längere Standzeit waren die Bremszylinder wieder etwas oxidiert. Diese haben wir komplett zerlegt und gesäubert, es kommen nun nachgefertigte Inox Bremskolben zum Einsatz. Die Bremsleitungen sind neu, das Brems-System wird nun mit DOT 5 Silikon-Bremsflüssigkeit Betrieben.

Der Innenraum wurde nun von den alten Dämmmatten befreit, der Dachhimmel ist demontiert und nun ist alles bereit für den Neuaufbau. Der Boden wird neu lackiert und wieder mit Dämmmatten Ausgekleidet. Die Dachhaut bekommt auch eine Anti-Dröhnmatte, bevor das neue Himmeltuch montiert wird.

Die Front ist nun fast komplett montiert, die neuen Bosch Scheinwerfer sind an ihrem Platz. Die ganze Elektrik wurde neu verlegt. Die Stoßstange geht nach der Überholung zum Galvaniseur, die hintere Stoßstange ist nicht mehr zu retten und wird von einem Spezialbetrieb nach Original-Muster komplett neu angefertigt. Weiter fertigt dieser Betrieb auch 4 neue Raddeckel nach Muster.  Der Wagen wird Detailgetreu und möglichst Original aufgebaut, gewisse Sachen behalten Altersbedingt Ihre Patina.

Der Wagen lief zwar, aber nicht optimal. Der Übeltäter war ein ausgeleierter Vergaser. Es wurde ein neues Gehäuse Beschafft mit sämtlichen Düsen, somit konnte ein perfekter Vergaser aufgebaut werden.

Aus insgesamt 4 Vergasern entstand diese Optimale "Gemischfabrik". Sämtlich Bestandteile wurden nach dem zerlegen im Ultraschallbad gereinigt, geprüft und Instand gestellt. Die Drosselklappenwelle muss absolut Spielfrei Arbeiten, um Falschluft zu vermeiden. Auch die Beschleunigerpumpe ist sehr heikel, ein sauberes Arbeiten dieser kann nur durch Neuteile Sichergestellt werden. Insgesamt muss die Kraftstoffversorgung immer sehr sauber sein, das fängt natürlich schon beim Benzintank an. Der Tank wurde deswegen abgelaugt, entrostet und innen mit einer Epoxy-Harz Beschichtung ausgekleidet.

Weiter ging es im Januar 2015 mit dem Innenraum. Wir sind weder gelernte Mechaniker geschweige den Sattler, trotzdem liegt der Reiz im Kopf und in den Fingern, wieder mal was neues anzupacken. Absolutes Neuland war für uns die Montage des neuen Dachhimmels. Es braucht etwas Mut und Ideen, geeignetes Material, und dann macht es Sinn, die bevorstehende Arbeit am Vorabend nochmals bei einem Bier zu Besprechen. Dann Bastelt man sich noch ein paar geeignete Werkzeuge, damit nichts Schiefgeht. Nach einigen Stunden war dann der Beige Himmel aus Velour-Stoff an Ort und Stelle, das Resultat lässt sich sehen.

Alle Teile, welche an einem solchen Wagen schnell in Mitleidenschaft gezogen worden sind, kann man kaum mehr in gutem Zustand Beschaffen. Auf der roten Liste sind immer die verchromten Zierteile. Zum Glück gibt es Spezialbetriebe, welche solche Teile mit grossem Wissen und Hingabe für Oldtimer Nachfertigen. Diese Teile habe ich bei der Firma Derks in den Niederlanden Nachfertigen lassen.

Anfang Februar gingen die Arbeiten am Fahrzeugheck weiter. Die beiden Heckscheiben sind mit neuen Dichtgummis eingebaut. Der Kofferdeckel wurde angepasst und die Aufgearbeiteten Chromteile wurden montiert. Die Grundierte Stelle kommt von den unschönen, nicht Original montierten Blinker, die Löcher mussten zugeschweisst werden. Hier kommt noch eine Neulackierung drauf.

Die Frontscheibe und die Seitenscheiben sind ebenfalls eingebaut. Es geht vorwärts, nun geht es weiter mit dem Innenausbau.

Die Rücksitzbank ist montiert, es folgt das anpassen und einbau der Bodenteppiche.

Das Interieur ist nun fast fertig eingebaut. Hans Hadorn hat die Tür-Panelen neu angefertigt, die Sitze sind neu Bezogen. Das Interieur ist nicht mehr zu 100% Original, es entspricht aber der Zeit und vor allem unserer Vorstellung.

Der Wagen steht bereit zur ersten kurzen Probefahrt. Es ist noch nicht alles fertig montiert, es fehlt noch die Stoßstange vorne, welche im Moment neu angefertigt wird. Weitere Kleinigkeiten wie Scheibenwischer, Raddeckel und Rückspiegel finden auch bald ihren Platz.

Die erste Probefahrt fiel positiv aus, der Wagen Fährt und Bremst tip top. Mit dieser ersten Fahrt konnten alle Funktionen und das Fahrverhalten getestet werden, auch allfällige Ölverluste kommen nun zu Tage. Jetzt müssen die Bremsen, Spur der Vorderräder und das Kupplungsspiel noch genau eingestellt werden.

Das Heck des Kapitän ist nun auch fertig, zur Verkehrssicherheit wurden zusätzlich zeitgemäße Lampen mit Blinkleuchten und Bremslicht montiert. Die Stoßstangen-Hörner wurden aufwändig aufgearbeitet und neu verchromt.

Auch die neu angerfertigte Front-Stoßstange ist nun mit den aufgearbeiteten Hörner montiert. Weiter habe ich eine neue Kühlerfigur gefunden, die nun auch montiert ist. Auch vorne kommen zur Sicherheit zusätzliche Blinkleuchten zum Einsatz. Unabhängig davon funktioniert auch die originale Winkeranlage in den Türpfosten.

Die Rückspiegel, Scheibenwischer und Radkappen sind nun auch montiert, der Wagen ist nun MFK bereit. Vor dem Schritt auf das Strassenverkehrsamt wird der Wagen durch einen FIVA (Fédération Internationale des Véhicules Anciens) Experten Beurteilt und Bewertet. Dies ist sinnvoll, um auf dem Amt die Originalität und technischen Eigenschaften des Wagens zu Bestätigen, zumal keine Schweizer Papiere vorhanden sind. Der Fiva Pass Bezeugt zudem die Originalität und den Werterhalt dieses doch recht raren Opel Kapitän. Eigentlich sollte der Wagen noch dieses Jahr geprüft werden, doch der Winter rückt schon näher. Ich bin aber immer noch bestrebt, den Wagen bis ende Oktober 2015 zu prüfen, um dann früh in die Saison 2016 mit dem Kapitän zu starten.

Weitere in der Vergangenheit Restaurierte Fahrzeuge 

Opel 12C Cabriolet 1932

Dieses Opel 12C Cabriolet von 1932  haben wir von 2013-2014 Restauriert.

 

Restauration BSA A10 Golden-Flash 1952

BSA A10 Golden Flash

Im Juli 2012 haben wir ein neues Projekt in Angriff genommen. Diese BSA A10 Golden-Flash wurde 1952 erstmals im Kanton Bern eingelöst. Seit den 80er Jahren stand die BSA gut behütet im trockenen. Im letzten Winter konnte ich die relativ gut erhaltene BSA käuflich erwerben. Nun wird jedes Bauteil revidiert und die BSA Golden-Flash erhält wieder die originale, goldene Lackierung.

Nach rund einjähriger Restaurationszeit strahlt die BSA im alten Glanz. Die Maschine läuft wunderbar.

 

condor universal a680

Condor A680, Armeemaschine von 1942, Universal-Motor 680cc V-Twin, ausgerüstet mit Scintilla Elektrik und OBA Vergaser. Diese Maschine wurde von uns im 2010 komplett restauriert. Gebaut wurden diese A680 Maschinen im Condor Werk in Courvaifre/JU wie auch im Universal Werk in Oberrieden/ZH im Auftrag der Schweizer Armee. Condor Lieferte das Getriebe und die Räder, Universal baute den robusten V- Twin Motor. Die anderen Teile wie Rahmen, Tank, Schutzbleche und weitere Kleinteile wurden vermutlich in beiden Werken gefertigt. Montiert wurden die Motorräder ebenfalls in beiden Werken, deshalb gab es den Condor A680 und den Universal A680 in Baugleicher Ausführung. Diese Maschinen wurden auch Privaten Käufer angeboten, zum Preis von 2'542 Franken (Condor), ohne Zubehör. Von diesem Condor Motorrad wurden 1109 Stück gebaut, von 1942-1946.

 

   
     
   

SLM Lokomotivfabrik Winterthur 3-Rad Traktor, Restauriert 2010

 

Ford T 1925, Restauriert von 2008 - 2010

Harley Heritage Softail EVO 1340 von 1988, Aufgebaut 2011

Bührer BC 6 mit Chevrolet 6 Zylinder Motor, Restauriert 2011-2012

NSU Heeresmodel V2 500cc von 1923, Aufwändig Restauriert von 2005-2006

 

 

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© 16.03.2016 Rolf Hadorn