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Auf dieser Seite möchten wir Ihnen laufend einen kleinen Einblick in die aktuellen Restaurationsarbeiten geben.

 

Ford Modell T 1924

Im September 2008 hat Rolf Hadorn einen zerlegten Ford T Tudor von 1924 gekauft. Hier können Sie die laufenden Restaurationsarbeiten des Wagens verfolgen.

Die Karosserie ist soweit Restauriert, ich konnte den Wagen so im zerlegten Zustand kaufen. Der Ford T war das erste am Fliessband Hergestellte Auto, es gab ihn in vielen Varianten vom Cabriolet über Coupé bis hin zu den geschlossenen Limousinen. Dieses Modell ist ein 2 Türiger Tudor mit 4 Sitzplätzen. Gebaut wurde der  Ford T  rund 15 Millionen mal von 1908-1927. In diesem Jahr gab es Weltweit zahlreiche Events zum 100 Jahr Jubiläum des Ford T.

Zur Karosserie des Ford T brauchen wir noch neue Scheiben, alle Interieur Panels sowie eine neue Dachhaut samt Himmel.

Die Karosserie ist komplett aus Holz gefertigt, die Aussenhaut ist mit Blech eingefasst. Die Holzräder werden derzeit neu aufgefrischt und erhalten neue Felgen und Zeitgemässe Bereifung.

Hier haben wir bereits die Vorderachse demontiert, diese muss total überholt werden. Alle Buchsen sind verschlissen, zum Glück ist die Ersatzteilversorgung gut.

Auch die Hinterachse muss noch total überholt werden. Die Hinterräder erhalten auch gleich neue Trommelbremsen.

Der Antrieb erfolgt mit einem Zweigang Planetengetriebe über eine Kardanwelle. Alle Gänge samt Rückwärtsgang werden mit Fusspedalen gewählt, die Gaszufuhr sowie die Zündeinstellung werden mittels Handhebel am Steuerstock geregelt.

Gebremst wird direkt über die Kardanwelle mittel Bremsband im Getriebe. Unabhängig davon können die Hinterräder mit Trommelbremsen gedrosselt werden, über einen Handbremshebel und Gestänge. Die Bremsen funktionieren rein Mechanisch, an den Vorderrädern gibt es keine Bremsen.

Hier ein Einblick in die überholten Brennräume des 2,9 Liter 4 Zyl. Motors. Die  Zylinderbohrungen sind aufgebohrt und mit neuen Kolben Bestückt.  Im Keller übernehmen die neuen Lager auf der geschliffenen Kurbelwelle bald ihre Arbeit. Die Gemischverteilung übernehmen die neuen Ventile, welche von einer überholten Nockenwelle angesteuert werden. Die Ventile können nun Dank den umgebauten Stössel Bequem eingestellt werden.

Der Seitengesteuerte Motor ist komplett revidiert, teilweise wurden auch Modifikationen vorgenommen. Neu wird das Kühlwasser über eine Pumpe statt im Thermosyphonsystem umgewälzt. Neu kommt auch ein modernes Zündsystem zum Einsatz. Natürlich ist auch das Getriebe komplett revidiert.

Die Restauration des Interieurs wird noch viel Arbeit geben, es ist jedoch relativ einfach aufgebaut. Auch der fehlende Holzboden muss noch angefertigt werden.

Als nächstes haben wir uns die Räder vorgenommen. Die Holzspeichen habe ich aufwändig mittels Nylontopfbürste gereinigt, das Holz ist Kerngesund. Nun folgt der Neuaufbau der Lackierung.

Die Naben sowie die Radreifen erhielten neuen Glanz mit Metalllack, die Holzspeichen habe ich mit Tiefengrund zwei mal vorbehandelt. Anschliessend habe ich die Speichen zwei mal mit einem klaren Bootslack überzogen. Somit ist das Holz zukünftig für sämtliche Witterungseinflüsse ausreichend geschützt.

Hier eines der fertigen Räder komplett zusammengebaut. Die Felgen sind Neuteile aus Nachbauproduktion, die alten Felgen waren nicht mehr zu retten. Es kommen auch neue Nabendeckel zum Einsatz. Die vorhandene, gute Good-Year Bereifung konnte mit neuen Schläuchen und "Flaps" montiert werden.

Es fehlte nur noch ein gutes Reserverad, wir wurden am OTM Langenthal vom 06.12.2008 fündig und konnten gleich zwei gute Räder Preiswert ergattern.

Mittlerweile ist auch der revidierte Kühler eingetroffen. Ich wollte auf keinen Fall ein Risiko eingehen was die Kühlung Betrifft, deshalb habe ich dem Kühler ein neues Element spendiert.

Im Heizungsraum hängen die frisch Lackierten Anbauteile zum trocknen. Die bereits ausgeführten Lackierarbeiten an den Achsen waren für mich nicht zufriedenstellend, deshalb habe ich nochmals alle Teile Blankgebürstet und neu Lackiert.

Die Hinterachse habe ich nun auch zerlegt und neu Lackiert. Bei dieser Gelegenheit bekommt die Achse auch gleich neue Lager.

Hier zum Vergleich, links ein neues, rechts ein altes Achslager mit Laufbuchse.

Das ausgebaute Ford T Differenzial vor der Revision.

Wie immer kann man eine solche Restauration nicht ohne Hilfe von Familie und Kumpels Bewältigen. Ein Dankeschön geht an meine Familie, Ehefrau Sandra und Tochter Jasmin, die viele Stunden ohne Mann und Papa verbringen und oft zu einen netten Besuch in die Werkstatt kommen. Auch Investiert mein Vater Hans Hadorn wieder enorm viel Zeit in dieses Projekt, er übernimmt wiederum alle kniffligen Aufgaben im Bereich Carrossrieaufbau. Zu erwähnen ist auch mein Spezialist in Sachen Ersatzteilbeschaffung, P. Brönnimann, Antique Auto Parts aus Thunstetten. Er besorgt ab USA alle Ersatzteile die ich brauche und steht immer mit guten Tipps und Tricks zur Verfügung. Allen Beteiligten an dieser Restauration herzlichen Dank.           

           

Unsere Tochter Jasmin hat wahrlich auch Freude am Ford T.

Zwischenzeitlich habe ich den Vergaser zerlegt, es war eine wahre Zangengeburt, bis alle Schrauben und Düsen gelöst waren ohne etwas zu vermurksen. Das Bild zeigt den einfachen Aufbau des Holley NH Vergaser. Der Vergaser wird mit Neuteilen revidiert, alle Verschleissteile werden ersetzt. Für den sauberen Motorlauf und normalen Kraftstoffverbrauch ist eine seriöse Revision an diesem Bauteil enorm wichtig.

Hier die Grundierten Fensterführungen und Leisten des Ford T. Wiederum wurden alle Teile mit der Zopfdrahtbürste am Winkelschleifer Blankgebürstet, entfettet und anschliessend Grundiert.

Hier sehen Sie die neu überzogene Rücksitzbank, welche neu in das Heck des Ford T eingepasst werden musste. Alle fehlenden Leisten, Befestigungsteile und  Panels hat Hans Hadorn neu angefertigt.

Es ist sehr ratsam, alle Panelteile sauber einzupassen und zu Befestigen, bevor der Stoffüberzug drauf kommt. Von der Herstellung der Panels und Formteile bis hin zum einfassen des ganzen Interieur mit Stoff machen wir alles selber. Das haben wir zwar bis anhin noch nie selber gemacht, sehen aber bei dieser Arbeit ausser viel Geduld keine grösseren Probleme.

Die Neuteile für den Vergaser sind eingetroffen, der Holley Vergaser kann nun wieder zusammengebaut werden.

Inzwischen sind die Auspuff und Ansaugkollektoren wieder montiert, auch der revidierte Vergaser ist wieder an seinem Platz.

Die revidierten Achsen sind wieder montiert. Die Räder laufen natürlich auf neuen Lagern.

Die Carrosserie ist nun soweit fertig, alle neu angefertigten Scheiben sind eingebaut. Die Lederne Dachhaut fehlt noch, diese kommt zuletzt drauf.

Inzwischen ist der Motor wieder eingebaut, der Kühler sowie die Haube müssen nun noch angepasst werden.

Der Ford T nimmt langsam wieder Formen an, nun ist auch das revidierte Lenkgetriebe wieder an seinem Platz.

Alle Buchsen und Spurstangenköpfe sowie die Federbrücken an der Vorderachse sind neu.

Vor der Endmontage des Wagens müssen erst noch neue Bodenbretter rein. Hans Hadorn fertigt diese selber an. Wir haben und für verleimte Hartholzplatten entschieden, diese sind sehr Beständig und gut zum verarbeiten.

Mittlerweile sind die Trittbretter sowie die unteren Blechteile angepasst und montiert. Wir konnten längere Zeit nicht arbeiten am Wagen, trotzdem schreitet die Restauration gut voran. Die ersten Starversuche des Motors waren positiv, der revidierte Motor läuft wunderbar.

Die Frontpartie des Wagens ist nahezu fertig, der Kühlergrill muss noch etwas aufgefrischt werden. Die Scheinwerfer sind neu, einzig die Halterungen mussten von den alten Scheinwerfer auf die neuen Umgebaut werden.

Nun haben wir Begonnen, die Innenausstattung des Wagens aufzubauen. Dieses Bild zeigt das Panel der Fahrertüre.

Inzwischen wurde aus den USA eine neue, "rohe" Motorhaube Beschafft, da die alte Haube verformt und mit Spachtel verbastelt war. Die neue, nachgefertigte Haube passte nach einigen Spenglerarbeiten Einwandfrei. Vorbereitet und Lackiert habe ich die Haube anschliessend selber.

Die Kühlermaske wurde noch Bestmöglich aufgearbeitet und neu verchromt. Die Karosseriearbeiten sind nun definitiv fertig und wir machen nun den Innenausbau fertig.

Weitere Bilder folgen in kürze.

 

 

 

 

Traktoren und Landmaschinen

 

    Hans Hadorn befasst sich momentan mit einem Objekt, welches in den 30er Jahren in Winterthur gebaut wurde.

Es handelt sich um einen Dreirädrigen Traktor der Marke SLM. Er stammt aus den Werkstätten der Lokomotivfabrik Winterthur. Dieser Traktor wird auch Liebevoll Loki-Traktor genannt.

Dieser Traktor wird in den nächsten Monaten wieder in den Urzustand versetzt. Wir halten Sie gerne über die Entwicklung dieses Projekts auf dem laufenden, schauen Sie also öfters mal rein!

Zwischenzeitlich konnte ein Zweitmotor Beschafft werden, welcher in Bedeutend besserem Zustand ist. Dieser V 2 Motor von MAG wurde neu abgedichtet, ansonsten ist alles in Ordnung.

Hier sehen Sie den abgebauten Hinterteil des Traktors. Die Hinterachse wurde geöffnet, überholt und abgedichtet.

Hier der abgebaute Vorderteil welcher auf die Überholung wartet.

Der Benzintank hatte einen total verrosteten Boden, welcher hier bereits herausgetrennt ist. Es wurde ein neuer Boden eingesetzt und der Tank anschliessend innen Beschichtet.

Hier der Einbaufertige Motor.

Der Unterbau des Traktors ist nun fertig lackiert und der Motor ist eingebaut.

Als nächstes folgt der Anbau des gesamten Oberteils.

Detailansicht des 2 Zyl. MAG Motor mit 1100 ccm.

Das fertig restaurierte Fahrzeug präsentiert sich wunderschön.

Der Traktor läuft wunderbar.

Die Heckansicht des fertig restaurierten Traktors

 

 

Restauration BSA G 32 / 1000 ccm von 1932

Hier sehen Sie den Werdegang einer aus Frankreich Importierte B.S.A. G32/10 mit 1000 ccm V- Motor von 1932. Seit fast 7 Jahren Beschäftigt mich diese seltene Maschine. Nun soll dieses Projekt nach Mühseliger Teilesuche im Verlauf des nächsten Jahres Vollendet werden. Diese Englische Lady wurde von den Besitzern aus Frankreich in den letzten Jahrzehnten zu Tode gefahren und zu Tode gebastelt. Wir werden versuchen, diese Maschine wieder aufleben zu lassen.

Rahmen und Motor sind  nun Probehalber montiert. Der Motor wurde sehr aufwändig überholt. Als Zylinderbuchsen waren einfache Chromstahlrohre in die Zylinder gepresst worden, die Hubarbeit darin übernahmen 2 Kolben eines Citroen Legère, dies alles wurde wieder mit Original B.S.A.Teilen Rückgebaut.

Vor dem Lackieren wurde alles Probehalber montiert, damit es keine Überraschungen gibt bei der Endmontage. Sehr viele Details müssen Nachgebaut und Rekonstruiert werden. Mittlerweile sind auch alle blanken Teile neu Verchromt.

Hier bin ich bereits einen entscheidenden Schritt weiter, die Maschine ist komplett neu Lackiert. Die Blechbearbeitung und die Lackierung haben wir wie immer selber ausgeführt. Nun folgen weitere kleine Schritte bis zur Vollendung dieser Restauration.

Ende Dezember 2007 haben wir dann auch die Blechteile des Primärkasten fertig gestellt. Diese Teile haben alle gefehlt. Den Innenkasten bekam ich von einem leidenschaftlichem Motorradrestaurator, Danke Roman. Den Aussendeckel lag in meinem Fundus und stammt von einer 500er Vorkriegs-BSA. Dieser nicht ganz passende Deckel wurde dann von Hans Hadorn verlängert und abgeändert. Nun müssen die Teile nur noch lackiert werden.

Die Auspuffanlage stammt von einer späteren BSA G14, ich fand keine komplette Original-Auspuffanlage für den G32. Diese Anlage unterscheidet sich durch eine andere Führung der Krümmerrohre zur Original-Anlage. Diese Anlage vom G14 musste entsprechend angepasst werden, sie ist nun kaum mehr vom Original zu Unterscheiden. Die Trittbretter sind selbst neu angefertigt nach Zeichnungen.

Hier sehen Sie den Gesamteindruck der BSA G32 im "Rohbau". Der Gepäckträger fehlt noch, auch viele andere Kleinteile müssen in nächster Zeit noch angefertigt werden.

Mitte Februar 2008 konnte die Maschine dann fertig gestellt werden. Es war ein steiniger Weg bis ich alles Beisammen hatte, doch jetzt nach fast 8 Jahren Restaurationsarbeit kann ich endlich die ersten Ausfahrten mit der BSA geniessen. Die Mühe hat sich gelohnt.

 

Der V2 1000ccm Motor läuft wunderbar. Ein prächtiges Drehmoment mit viel Kraft zeichnen diesen Motor aus, da reichen 3 Handgeschaltete Gänge vollkommen.

Diese BSA G32/10 kann nun ab sofort in unserem Museum Bewundert werden.

Bilder von weiteren Projekten finden Sie in kürze hier.

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Stand: 03.09.10 Rolf Hadorn